Fragen+Antworten - Behandlungsindikationen

Mit dem Cyberknife System sind alle Tumore behandelbar, welche die relativ strengen Indikationskriterien für die Radiochirurgie erfüllen.

Sie dürfen z.B. nicht zu groß sein und müssen klare Grenzen aufweisen. Sind diese Vorraussetzungen erfüllt, kann die Cyberknife Technologie als Alternative zu einem operativen Eingriff oder einer mehrwöchigen Strahlentherapie eingesetzt werden.

Eine Übersicht über die Erkrankungen, die sich typischerweise gut für eine Cyberknife-Therapie eignen, finden Sie hier.

WL
Am 05. August 2020 um 08:09
Von WL
Sehr geehrter Herr Muacevic

Ich habe am 27.07.2020 MRI gemacht.
Die Beurteilung
3,4x2,9x2,4 cm grosses Meningeom im Kleinbrückenwinkel rechts mit mässig raumfordernder Wirkung.
Jedoch kein Anhalt für eine Liquozirkulationsstörung, umgebendes Hirnparencym unauffällig.
Im Übrigen unauffällige Schädel-MRI.
Wäre dieser Fall für Cyber Knife ?
Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüsse
WL
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 05. August 2020 um 08:34
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau WL,

für eine genaue Beurteilung müssten wir bitte die Bilder einsehen. Diese können Sie gerne zusenden, oder Sie kommen einmal in unsere Sprechstunde.

Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Alexander Muacevic
WL
Am 05. August 2020 um 11:44
Von WL
Sehr geehrter Herr Muacevic

Vielen Dank für die Antwort.
Wie kann ich Ihnen die Bilder zusenden?

Freundliche Grüsse
W Lampita
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schnafwollsocke
Am 06. Juni 2020 um 16:29
Von schnafwollsocke
Hallo, bin 52, leide seit 2014 an schubförmig verlaufender Multipler Sklerose, die sich seither nur unwesentlich verschlechtert hat, und bin noch in Vollzeit sehr gerne berufstätig. Nun wurde im letzten Kontroll-MRT - nach vier Jahren durchgeführt, da ich Befürchtungen bezüglich der Gadolinium-Exposition hatte und mich soweit wohlfühlte - kürzlich ein ca. 1,5 x 0,8 cm großes Meningeom entdeckt, das man im letzten MRT davor 2016 noch für eine angeschnittene Vene gehalten hatte und das sich seither wohl in den Maßen verdoppelt hat, also sehr langsam gewachsen ist. Das Ganze ist klar umrissen und wächst in den Meningen, hat das Gehirn nicht infiltriert oder bedrängt Über die genaue Lokalisation bin ich mir noch nicht im Klaren und warte aktuell auf eine neurochirurgische Meinung, werde mir auch noch ein Zweitmeinung gönnen, zumal ich selbst im medizinischen Sektor tätig bin. Die Option Cyberknife finde ich interessant und frage mich, ob diese für mich in Frage käme. Sorge bereitet mir dabei, dass keine Histologie entnommen werden kann. Bitte um Empfehlungen. Vielen Dank.
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 08. Juni 2020 um 10:16
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau M,

gerne können wir die Situation mit allen offenen Fragen bei uns persönlich in der Sprechstunde diskutieren. Prinzipiell scheint hier eine gute Möglichkeit für einen radiochirurgische Cyberknife Therapie alternativ zu einem operativen Eingriff vorzuliegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic

schafwollsocke
Am 08. Juni 2020 um 16:00
Von schafwollsocke
Vielen Dank für die umgehende Antwort. Werde die CDs mit meinen Aufnahmen und dem schriftlichen Befund noch diese Woche an Sie senden, um zu erfahren, ob sich der weite Weg nach München lohnt (komme aus Nordbayern, d.h. lebe nicht gerade um die Ecke). Bitte noch um Klärung einer Frage vorab, die ich nirgendwo schlüssig beantwortet gefunden habe: Wird beim Cyberknife-Eingriff überwiegend auf eine Histologie verzichtet, falls sich der Tumor klar begrenzt (sozusagen "klassisch" oder "Meningeom-typisch") darstellt oder ist eine solche zwingend erforderlich? Woher weiß ich hinterher, ob es tatsächlich ein Meningeom gewesen ist, auch wenn alles dafür spricht?
Erfreulicherweise ist die Option Cyberknife sogar auf der Website meiner Krankenkasse erwähnt, d.h. es scheint sich in den vergangenen Jahren einiges getan zu habe, was den Zugang zu solchen nicht-invasiven Therapien betrifft.
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Anonymer Nutzer
Am 01. Mai 2020 um 11:29
Von Anonymer Nutzer
Sehr geehrte Damen und Herren,

lässt sich mit Ihrer Technik ein wahrscheinlich gutartiger, tischtennisball großer Tumor (Craniopharyngeom), der bei einem 61-Jährigen Patienten von unten auf die Sehnervenkreuzung drückt, entfernen? MRT und Arztbericht liegen vor und könnten zur Prüfung geschickt werden.

Vielen Dank und herzliche Grüße aus Hamburg
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 04. Mai 2020 um 08:16
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau SK,

in dieser Situation ist sicherlich eine operative Entlastung anzustreben um den Sehnerv zu entlasten. Im Anschluss könnte eine Cyberknife Therapie sinnvoll sein, wenn Tumorreste verbleiben sollten.

Alles Gute für die weiteren Behandlungsschritte und freundliche Grüße,

Alexander Muacevic
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Anonymer Nutzer
Am 24. Februar 2020 um 11:43
Von Anonymer Nutzer
Hallo,
kann man mit der Methode auch ein 14 mm großes Anorysma im Kopf behandeln?
MfG
A.Schöning
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 25. Februar 2020 um 08:22
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Danke für Ihre Anfrage, leider ist das keine Cyberknife Indikation.

Trotzdem alles Gute,

Alexander Muacevic

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cello
Am 04. Februar 2020 um 16:09
Von cello
Mein Mann hat einen inoperablen Pankreaskrebs und Metastasen in der Lunge.
Der rechte Lungenflügel kollabierte vor Kurzem.
Kann Cyber Knife helfen?
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 04. Februar 2020 um 16:17
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Leider in der beschriebenen Situation nicht.

Trotzdem alles Gute für Ihren Mann.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic
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Anonymer Nutzer
Am 22. Oktober 2019 um 13:55
Von Anonymer Nutzer
Ich habe ein Hochrisiko-Prostata-Karzinom, Gleason 4+4, das eine "PET-positive, 9mm große Mehrsklero-sierung im Sitzbein links (5/220)"ausgelöst hat, sonst aber unauffällig geblieben ist. Eine z.Zt. laufende Hormon-
behandlung (Androgenentzug mit Buselerin als 3-Monatsimpl.) hat nach kurzer Zeit (ca. 4 Wochen)
meinen PSA-Wert von 11 auf 1,15 gesenkt. Macht, Ihrer Meinung nach, eine Behandlung mit der
Cyber-Knife-Methode Sinn?
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 22. Oktober 2019 um 15:14
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Wenn die Sitzbeinmetastase keine Schmerzen verursacht würde ich diese aktuell nicht zusätzlich behandeln. Bezüglich des Prostata Ca's empfehle ich Rücksprache mit den Kollegen der Urologie.

Alles Gute,

Alexander Muacevic
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Anonymer Nutzer
Am 21. Oktober 2019 um 13:30
Von Anonymer Nutzer
Bedeuted Ihre Auflistung der möglichen Behandlungsindikationen einen Ausschluß sämtlicher anderer ?
Ich habe einen 1,5 cm großen basal angewachsenen Tumor in der Magenwand am Antrum. Fällt 1,5 cm noch unter klein? und wenn mit Magenwand verbunden spricht nicht für klar abgegrenzt , oder? ichj möchte gerne sichergehen uind fragen 0b es vieleicht doch möglich ist.
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 21. Oktober 2019 um 16:19
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Leider können wir in dieser Lokalisation keine radiochirurgische Therapie anbieten. Tumore im Bereich des Magen-Darm-Traktes können mit Cyberknife aufgrund der empfindlichen Schleimhautstrukturen nicht behandelt werden.

Trotzdem alles Gute für die weiteren Behandlungsschritte,

mit freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic
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Anonymer Nutzer
Am 03. September 2019 um 20:50
Von Anonymer Nutzer
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Interesse habe ich zahlreiche Berichte zu Cyberknife-Behandlungen gelesen.

Könnte für folgende Indikation eine Cyberknife-Behandlung in Betracht gezogen werden: 20x17 mm großes, gering größenprogendientes parafalxiales Meningeom links frontal aufsitzend, mit geringer Pelottierung des angrenzenden Frontallappens (ohne Parenchymödem).

Ich freue mich über eine kurze Einschätzung – mit besten Grüßen
S.G.
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 26. September 2019 um 08:16
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau SG,

die von Ihnen beschriebene Situation scheint mit Cyberknife gut behandelbar. Bitte lassen Sie uns Ihre aktuelle Bildgebung für eine detaillierte Analyse zukommen.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic
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Sabine
Am 13. Juli 2019 um 19:38
Von Sabine
Liebes Cyberknife-Team,
mein Mann hat ein intracochleäres Schwannom im linken Ohr. Die Größe ist 2x1mm. Wäre es vorstellbar, dieses Schwannom mittels Cyberknife zu behandeln?
Beste Grüße
Sabine
Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Am 27. August 2019 um 09:05
Von Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau SM,

prinzipiell wäre eine Cyberknife Therapie möglich, aufgrund der geringen Größe müsste mann die Indikation allerdings nicht nur von der Bildgebung sondern auch der klinischen Konstellation abhängig machen.

Gerne können wir die Situation ausführlich in unserer Sprechstunde diskutieren.

Freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic
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Hoffnung
Am 11. Juli 2019 um 21:01
Von Hoffnung
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe sehr interessiert von Ihrer Behandlungsmethode gelesen und wollte nachfragen, ob für die folgende Indikation eine cyber knife Behandlung möglich ist und bitte eine kurze Begründung, falls nicht.
Diffuses Astrozytom, IDH-Mutant, WHO Grad II, Rezidiv.

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
H.S.
Dr. med. Alexander Muacevic
Am 27. August 2019 um 09:02
Von Dr. med. Alexander Muacevic
Sehr geehrte Frau/Herr HS,

leider können wir im Fall von WHO Grad II Tumoren keine gute therapeutische Alternative anbieten, da diese Tumore nicht gut abgegrenzt sind.

Trotzdem alles gut für die weiteren Behandlungsschritte.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander Muacevic
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