Uni-Protokolle

Pressespiegel

27.06.2005 - (idw) Klinikum der Universität München

Ab 1. Juli diesen Jahres ist in München eine patientenfreundliche Behandlung mit Robotertechnologie und Präzisionsbestrahlung möglich: In Kooperation zwischen Cyberknife Zentrum, AOK Bayern und Klinikum der Universität München (Neurochirurgische Klinik und Institut für Klinische Radiologie) entsteht unmittelbar am Klinikum das Europäische Cyberknife Zentrum-Großhadern als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland; in Europa gibt es derzeit vier. Mit der Cyberknife Radiochirurgie werden Tumoren im Kopf, Gehirn, Wirbelsäule und Rückenmark schonend und effektiv ausgeschaltet. Für Patienten ist die Cyberknife-Behandlung schmerzfrei, nicht belastend, ambulant und in der Regel auf eine Sitzung von wenigen Stunden Dauer beschränkt. Der Patient ist nur einen Tag arbeitsunfähig, er wird in seiner Lebensqualität nicht einge schränkt und es fallen keine Kosten für einen Krankenhausaufenthalt, eine Anschlussheilbehandlung oder ein Rehabilitationsmaßnahme an. Die geschätzte Patientenzahl liegt bei etwa 400 Patienten pro Jahr. Das Cyberknife System ist die modernste derzeit verfügbare Technologie für eine radiochirurgische Behandlung. Es vereint digitale bildgeführte Robotertechnologie mit einem Hoch-präzisionsbestrahlungsgerät.

BEHANDELBARE KRANKHEITEN
Das Münchner Cyberknife System ist im Wesentlichen auf die Behandlung von Kopf, Hirn- und Wirbelsäulen- bzw. Rückenmarkstumoren ausgelegt. Prinzipiell können jedoch alle Tumoren im Körper mit dem Cyberknife behandelt werden, welche die relativ strengen Indikationskriterien für die Radiochirurgie erfüllen. Die behandelbaren Tumoren dürfen beispielsweise nicht zu groß sein und sie müssen klare Grenzen aufweisen. Welche Erkrankungen mit dem Cyberknife behandelt werden können, wird in einem ausführlichen Gespräch mit den verantwortlichen Ärzten erklärt.

RADIOCHIRURGISCHE UND TECHNISCHE FUNKTIONSWEISE DES CYBERKNIFE
Die Cyberknife Radiochirurgie ist ein Verfahren der Rahmenlosen Präzisionsbestrahlung. Sie kann bei bestimmten Patienten als Alternative oder Ergänzung zu einem offenen chirurgischen Eingriff oder einer mehrwöchigen Strahlentherapie eingesetzt werden. Dabei werden zahlreiche hochenergetische Strahlen aus verschiedenen Richtungen von außen auf ein Ziel innerhalb des Körpers ausgerichtet, um dort durch die Konzentration der Strahlung eine Tumor zerstörende Wirkung zu entfalten. Jeder einzelne einfallende Strahl kann keine Schädigung bewirken; dazu ist er zu schwach. Aber die Bündelung aller Strahlen im Ziel führt zu einer Zerstörung des Tumorgewebes, wobei gesundes Gewebe in der Umgebung des Tumors geschont wird. Das Cyberknife-System ist eine neue Entwicklung im Bereich der Radiochirurgie und der stereotaktischen Strahlentherapie. Es kombiniert zwei moderne technologische Entwicklungen:
- Ein leichtes und kompaktes Hochpräzisionsbestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger mit 6 MeV Grenzenergie), welches von einem Roboter kontrolliert und gesteuert wird. Dieser kann sich in sechs Freiheitsgeraden bewegen. Dadurch können alle Körperregionen für eine optimale Behandlung erreicht werden. Dieses System ist deutlich flexibler und breiter einsetzbar als die ältere Technologie für die Radiochirurgie.
- Ein Computer gesteuertes Bildortungssystem mit dem das Cyberknife jeden Tumor während der gesamten Behandlung erfassen, kontrollieren und kleinere Patientenbewegungen, die zuLässig sind, automatisch ausgleichen kann. Ohne dass damit ein Kompromiss bei der Genauigkeit des Systems akzeptiert werden muss, entfällt damit im Gegensatz zu den herkömmlichen Systemen die Notwendigkeit, einen festen Rahmen am Kopf des Patienten zu befestigten, den Körper zu fixieren oder die Behandlung in Narkose durchzuführen.

MÜNCHNER VERSORGUNGS- UND FORSCHUNGSVERBUND
Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) vom 1.1.2004 war die Grundlage für die Vereinbarung einer integrierten Versorgungsstruktur mit den drei beteiligten Partnern. Damit ist es jetzt erstmalig möglich, die langjährige praktizierte Kooperation der Partner auf dem Gebiet der Radiochirurgie formal zu erfassen und eine solide wissenschaftliche Perspektive für die Weiterentwicklung dieses attraktiven medizinischen Spezialgebietes zu ermöglichen. In dem medizinisch-wissenschaftlichen Verbund werden Synergieeffekte aus der engen Zusammenarbeit von Universitätsklinikum und ambulantem Behandlungszentrum aktiviert, die eine hochmoderne und effiziente Behandlung nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand ermöglichen, und die sich darüber hinaus an den Bedürfnissen der Patienten orientiert und kostengünstig ist.

Bei Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Professor Dr. Jörg-Christian Tonn
(Direktor der Neurochirurgischen Klinik, Klinikum der Universität München)
Dr. med. Alexander Muacevic
PD Dr. med. Berndt Wowra
Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern
Max-Lebsche-Platz 31, 81377 München
Tel.: 089-4523360, Fax: 089-45233616, Email: info(at)cyber-knife.net
Weitere Informationen: www.cyber-knife.net

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