Spinale Meningeome

Die Radiochirurgie ist eine sehr schonende und äußerst genaue Methode zur Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren im gesamten Körper, so behandelt das Cyberknife auch spinale Meningeome sehr verlässlich.

Radiochirurgie kann zur Behandlung von Rückenmarksläsionen sehr gut eingesetzt werden, wenn keine operative Indikation vorliegt. Das Cyberknife-System arbeitet technisch sehr genau und kann einen Tumor auf unter einem Millimeter exakt treffen. Diese Präzision ist speziell bei der Behandlung von Tumoren entlang der ganzen Wirbelsäure besonders wichtig. So wird das empfindliche Gewebe optimal geschont.

Wenn Patienten, bei denen ein erhöhtes Operationsrisiko besteht, die Indikationskriterien erfüllen (kleine Tumore), können sie mit Cyberknife oft gut behandelt werden. Für Patienten ist meist nur eine einzelne Behandlungssitzung notwendig um den Tumor wirksam auszuschalten.

Meningeome gehen von Zellen der Hirnhaut (Meningea) aus und sind meist gutartig. Sie können im Bereich des zentralen Nervensystems (ZNS = Hirn und Rückenmark) auftreten. Ein spinales Meningeom ist in der Regel ein gutartiger Tumor innerhalb des Spinalkanales.

Der Spinalkanal wird auch Wirbelkanal (Canalis vertebralis) oder auch Rückenmarkskanal genannt. Er liegt innerhalb der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark liegt und verläuft vom ersten Halswirbel durch die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein. In diesem gesamten Bereich können die Hirnhautzellen als spinales Meningeom auftreten. Ein Meningeom ist ein typischerweise langsam wachsender Tumor.

Obwohl dieser gutartige Tumor meist langsam wächst, kann er im Laufe der Zeit das Rückenmark oder die Nervenwurzeln des Spinalkanales komprimieren (eindrücken) und deren Funktion beeinträchtigen. Je nach Lage innerhalb des Spinalkanals kann er verschiedene neurologische Ausfälle verursachen oder unbehandelt sogar eine Querschnittslähmung zur Folge haben.

Patienten leiden häufig unter lokalen Schmerzen im Bereich des Tumors. Die Schmerzen durch die betroffenen Nervenwurzeln können auch ausstrahlen, dabei in die Arme bei Tumoren in der Halswirbelsäule, in den Brustkorb bei Tumoren in der Brustwirbelsäule und wie bei Ischiasbeschwerden in die Beine bei Tumoren in der Lendenwirbelsäule.

Ist die Erkrankung fortgeschritten, so kann es auch zu Taubheitsgefühlen oder Gangunsicherheit kommen. Sehr spät im Krankheitsverlauf können Muskulaturschwäche und Blasenstörungen auftreten. 

Die meisten Meningeome (60 bis 70 Prozent) liegen an der Falx (Hirnsichel, trennende Hirnhaut zwischen beiden Hirnhälften), an der äußeren Hirnoberfläche oder am Keilbeinflügel. Meningeome sind mit einem Anteil von 20 bis 30 Prozent die häufigsten Tumoren, die im Schädel liegen (intrakraniell). Eher selten kommen Meningeome bei Kindern und Jugendlichen vor (2 Prozent). Am häufigsten erkranken Erwachsene daran, meist um das 45. Lebensjahr. Frauen sind häufiger von Meningeomen betroffen als Männer.

Moderne Bildgebung (z.B. Schnittbildverfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) kann Tumoren innerhalb des Spinalkanales bestimmen. Ein Kontrastmittel färbt den Tumor an (Enhancement) und lässt eine erste Einordnung des Tumors zu

Nicht jedes spinale Meningeom muss sofort behandelt werden. Je nach Größe kann es vorerst beobachtet werden (Verlaufskontrolle). Bei Beschwerden des Patienten wie zum Beispiel neurologischen Auffälligkeiten sollte eine Therapie erwogen werden. Eine Cyberknife-Behandlung kann neben anderen Methoden auch gewählt werden.

 

Operation bei spinalen Meningeomen

Bei der mikrochirurgischen Operation wird eine möglichst komplette operative Entfernung des spinalen Meningeoms angestrebt. In mehr als 90 Prozent der Fälle kann ein Tumor komplett entfernt werden. Neu aufgetretene sensible Störungen kann es nach einer Operation geben, sie bilden sich in der Regel innerhalb des ersten Jahres zurück. Wiederholte Tumorentfernungen bei unvollständiger Resektion oder Nachwachsen sind möglich. In vielen Fällen von Restmeningeomen wird eine computer- oder kernspintomographische Verlaufsuntersuchung angestrebt, da u.U. ein jahrelanger Wachstumsstillstand eintreten kann.

 

Strahlentherapie bei spinalen Meningeomen

Die gutartigen Meningeome besitzen eine geringe Empfindlichkeit für die konventionelle Bestrahlung. Bei der konventionellen Strahlentherapie muss fraktioniert werden, da das Rückenmark sowie die Nervenwurzeln im Strahlenfeld liegen. Die Schäden am gesunden Gewebe sollen so minimiert werden. Für Patienten können bei dieser Methode zwischen elf bis 25 Behandlungssitzungen über zwei bis vier Wochen notwendig sein.

 

Radiochirurgie (Cyberknife) bei spinalen Meningeomen

Die radiochirurgische Behandlung kann als primäre Therapieform bei kleineren, schwer operativ zu entfernen Tumoren eingesetzt werden, wenn medizinische Gründe gegen eine Operation sprechen oder bei Patientenpräferenz eingesetzt werden. Bei der Cyberknife-Behandlung wird in den meisten Fällen bereits mit einer präzisen einmaligen Bestrahlung von rund 30 Minuten eine hohe Tumorkontrolle erreicht. Im Münchner Zentrum wurden insgesamt über 1.000 Patienten mit spinalen oder zerebralen Meningeomen behandelt. In einigen Fällen kann eine Kombination aus Operation und Cyberknife-Therapie erforderlich sein. Dies ist der Fall wenn Tumore so kritisch gelegen sind, dass keine Komplettentfernung sicher möglich ist. Diese Therapiekonzepte werden mit den jeweiligen neurochirurgischen Kollegen im Vorfeld der Behandlung ausführlich diskutiert und geplant.

Prof. Dr. med. Alexander Muacevic
Radiochirurg - Neurochirurg

Dr. med. Alfred Haidenberger
Facharzt für Radioonkologie

Dr. med. Markus Kufeld
Radiochirurg - Neurochirurg

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